Der Generalminister hat zusammen mit dem Definitorium, im Namen aller Minderbrüder, am 10. Februar 1998 einen Brief an Präsident Clinton und an Premierminister Blair geschrieben, um sie inständig zu bitten, "keine Mittel der Gewalt einzusetzen bei ihrer Forderung, die Beschlüsse der Vereinten Nationen zu respektieren, die die Beseitigung der Waffen zur Massenzerstörung im Irak verlangen".
Fr. Giacomo verweist auf den Tod von mehr als einer Million Irakern in den letzten sieben Jahren des Embargos und fordert dazu auf, "ein Mehr an Intelligenz, an Einsatz, an Hoffnung und an diplomatischen Bemühungen aufzubringen, um die Krise auf friedlichem Wege zu beheben".
Der Brief schließt mit der Ermahnung, "die diplomatischen Anstrengungen zu verdoppeln, Geduld zu haben, erfinderisch zu sein und weiter auf den Dialog zu setzen als bevorzugtes Mittel, um zur erwünschten Lösung der Krise zu gelangen".
Im Jahre 1898 kamen die ersten sechs Missionare aus der portugiesischen Provinz, die 1896 "neugegründet" wurde nach der Unterdrückung der Ordensgemeinschaften in Portugal im Jahre 1834, nach Mosambik. Die portugiesische Provinz feierte den 100. Jahrestag am 16. Januar mit einer Festveranstaltung an der Katholischen Universität Lissabon, in Anwesenheit des Generalministers, Fr. Giacomo Bini, des Generaldefinitors, Fr. José Rodríguez Carballo, und zahlreicher Vertreter der Franziskanischen Familie aus Portugal und Mosambik. "In Mosambik haben wir uns nicht irgendeinen Ort ausgesucht - so der Provinzialminister, Fr. Mário Silva -, sondern wir sind überall hingegangen, wo wir gebraucht wurden, und so waren wir bald in den Diözesen Beira, Chimoio, Inhambane, Xai-Xai und Maputo vertreten." Unter den Missionaren hat die Kirche Fr. Rafael Maria da Assunção, Fr. Teófilo de Andrade und Fr. Ernesto da Costa zu Bischöfen erwählt.
Im Jahre 1934 gründeten die Brüder das erste Seminar des Landes. Der erste mosambikanische Priester, Alexandre José Maria dos Santos, 1953 geweiht, war ein Franziskaner. Er wurde zum ersten einheimischen Bischof und dann zum Erzbischof (1975) und Kardinal (1988) von Maputo. 1968 wurde aus der Mission die "Kustodie von der hl. Klara". Heute zählen zu den mosambikanischen Brüdern 13 Feierlich-Professen, 19 zeitliche Professen, 3 Novizen und 5 Postulanten. Im Januar hielt Fr. Peter Williams, der neue Generaldefinitor für Afrika und den Vorderen Orient, für die 12 Franziskaner, die am Priesterseminar von Maputo Theologie studieren, eine Woche über franziskanische Spiritualität. Der frühere Kustode von Mosambik und Generaldefinitor, Fr. Adriano Langa, wurde am 22. Februar, in Anwesenheit des Generalministers, Fr. Giacomo Bini, und der Generaldefinitoren, Fr. Kapistran Martzall und Fr. Gerard Moore, zum Auxiliarbischof von Maputo geweiht.
Für das Heilige Jahr 2000 sucht das Generaldefinitorium Brüder für den Dienst des Beichtvaters an der Lateranbasilika. Voraussetzung Die Kenntnis der italienischen Sprache.
Der Einsatz könnte für ein Jahr sein oder auch für eine kürzere Zeit. Interessenten mögen sich an den Generaldefinitor ihrer Region wenden.
30. März - 5. April Rom, Tempo forte.
* Mons. Francis G. Kramer, OFM, emeritierter Missionsbischof von Lu An (China), verstarb am 24. Januar. Er wurde am 3. Juni 1903 geboren.
Unser Märtyrer, Fr. Vjeko ÆuriÊ, wurde in der von ihm erbauten Pfarrkirche von Kivumu beigesetzt. Die Christen der Stadt hatten selbst den Bischof von Kabgayi darum gebeten, daß Fr. Vjeko in ihrer Kirche beerdigt werde, zum ewigen Gedenken an seinen Opfertod. Die Messe wurde im Freien zelebriert, da die Kirche nicht die Tausenden von Menschen fassen konnte, die zum letzten Mal ihren Bruder und Pfarrer grüßen wollten, der ihnen 15 Jahre ohne Unterbrechung zu Diensten gestanden hatte.
Nach seiner Rückkehr von der Beerdigung nach Rom schrieb der Generalminister, Fr. Giacomo Bini, einen Brief an Mons. Anastase Mutabazi, Bischof von Kabgayi: "Wir Franziskaner vom Orden der Minderbrüder vergeben, im Namen des gekreuzigten Christus und auch Vjekos, der stets jede Form der Gewalt und der Rache bekämpft hat, unseren Brüdern, den Mördern, denen, die das Verbrechen geplant, und denen, die es ausgeführt haben, wenn wir auch dafür eintreten, daß die Gerechtigkeit ihren Weg findet, um zur Wahrheit zu gelangen. Dieses fordern wir mit Nachdruck, denn nur im Lichte der Gerechtigkeit wird es möglich sein, eine friedliche Zukunft aufzubauen." Der Minister betont, daß "der Friede aus der Liebe erwächst, aus der Vergebung und aus dem gegenseitigen Verstehen und daß er aus den ethnischen oder rassischen Gegensätzen einen Reichtum zu machen versteht für die Errichtung einer neuen Welt und einer neuen Erde".
Der OFS ist relativ neu in Thailand. Ein großer Schritt nach vorn war die Eröffnung der Kapelle von der "Heiligen Maria von den Engeln von Portiunkula", in den Bergen der Provinz Chiang Rai gelegen, am Fest der hl. Elisabeth von Thüringen, der Patronin des OFS. Die Kapelle wurde von einem Mitglied des OFS errichtet und zur Verfügung gestellt, um die Katechese der in dieser Region lebenden Akka-Stämme zu erleichtern und um die Verbreitung der Lebensweise und des Charismas des Franz von Assisi zu fördern. Es ist genau der richtige Ort für diesen Zweck, darum haben die Menschen angefangen, ihn "das kleine Assisi" zu nennen, wegen der vielen Pflanzen und Hügel, die die Portiunkula umgeben. Auch die "Herrin Armut" ist unter den Menschen zu finden, die in den kleinen Nachbardörfern leben. All das erinnert sehr an die Orte, an denen der hl. Franziskus selbst gewirkt und gelebt hat. Die Messe zur Eröffnung der Kapelle wurde von drei Priestern zelebriert: Michael Thongchai Suwanjai, Pfarrer des Ortes, Peter Pirj Suwan, Angehöriger des Stammes der Lahu, und Giovanni Zimbaldi, vom PIME, der in der Region Chiang Rai mit dem Lahu-Stamm zusammenarbeitet. Einige Teile der Messe und die Lieder waren in der Thai- und Akka-Sprache. Die Schönheit und Einfachheit der Feier erreichte ihren Höhepunkt, als eine Akka-Frau, mit den traditionellen Gewändern bekleidet, zur Gabenbereitung die Gaben zum Altar brachte.
Die Vize-Provinz vom hl. Franziskus in Afrika und Madagaskar hat eine konkrete Initiative gestartet, um den Aufruf des Ordens zu erfüllen, allen Brüdern eine gemeinsame franziskanische Grundausbildung zu ermöglichen, unabhängig von ihrer Option.
Von Oktober 1997 bis August 1998 werden 10 Einfachprofessen, die in zwei Fraternitäten in der Franziskanerpfarrei von Rushoka, Uganda, leben, von einem Programm begleitet, das folgende Inhalte umfaßt: Gebet und spirituelle Begleitung, ein einfaches Leben in Gemeinschaft, das in die ländliche Lokalgemeinschaft eingebunden ist, eine geeignete pastorale Tätigkeit und Studium verschiedener franziskanischer Themen.
Die Vize-Provinz hofft, daß die jungen Brüder dann zu Multiplikatoren und zu Zeugen der franziskanischen Werte inmitten der örtlichen Bevölkerung werden, und zwar besonders unter den Armen. Und daß sie, wenn sie in den Beziehungen untereinander wachsen, den "gemischten Charakter" des Ordens mehr zu schätzen wissen und für das Volk von Afrika und Madagaskar zu Repräsentanten einer interkulturellen und internationalen Bruderschaft werden. Die Vize-Provinz wünscht sich, die Erfahrung der Provinzen, die ein ähnliches Programm für die Einfachprofessen haben, teilen zu können.
Mit dem Tod von Fr. Canisius Bertsch im November 1997 geht eine 65-jährige missionarische Zusammenarbeit zwischen Südafrika und der bayerischen Provinz zu Ende. Fr. Canisius war im Jahre 1935 , zusammen mit der zweiten Gruppe von Missionaren aus der bayerischen Provinz, nach Südafrika gekommen. 62 Jahre hat er unermüdlich als Missionar gearbeitet, und er war der letzte bayerische Mitbruder in der Mission in Südafrika. Bei der Beerdigung waren die drei Bischöfe der Regionen, in denen Fr. Canisius gearbeitet hat, zugegen: Mons. William Slattery OFM (Kokstad), Mons. Biyasi (Eshowe) und Mons. Michael Paschal Rowland OFM (Dundee). Mons. Rowland und Fr. Canisius haben sich gemeinsam für die Errichtung der Vize-Provinz eingesetzt. Anwesend war auch der Abt von Inkomana (KwaZulu Natal), der die herzlichen Beziehungen zwischen den Benediktinern und den Franziskanern in der Republik Südafrika hervorhob.
Am 4. Januar wurden 4 Postulanten zum Noviziat zugelassen und tags darauf legten 7 Novizen die erste Profeß ab.
Fr. François-Marie Lufuluabo, der erste kongolesische Franziskaner, starb am 8. Januar in Nbuji-Mayi. Fr. François, 1926 geboren, hat einen Plan für die franziskanische Ausbildung in Afrika aufgestellt und einen Großteil seines Leben der Verwirklichung dieses Programms gewidmet. Die Vize-Provinz vom hl. Benedikt in der Demokratischen Republik Kongo (früher Zaire) wächst weiter. Ende 1997 wurden 7 Priester geweiht und zwölf Brüder werden in diesem Jahr die Diakonenweihe empfangen. Die Vize-Provinz, der die Mission in der Zentralafrikanischen Republik anvertraut wurde, konnte inzwischen die ersten beiden einheimischen Missionare aussenden, die sich den anderen beiden Brüdern anschlossen, die die dortige internationale Missionsgemeinschaft bilden.
Das Apostolische Vikariat Cuevo, im Südosten Boliviens gelegen, wurde im Jahre 1918 an die Minderbrüder der Toskana übergeben, nach mehr als 200 Jahren Präsenz von Franziskaner-Missionaren in der Region. Es hat eine Fläche von 100.000 km2 bei einer Bevölkerung von etwa 110.000 Einwohnern. 60% gehören zur Rasse der Guarani, der Eingeborenen dieses Ortes, die übrigen 40% sind Mestizen, Weiße oder kleine Gruppen aus den Stämmen der Quechuas, Matacos, Tobas, Ayoreos und Tapietes aus anderen Regionen Boliviens. Neben ihrer Eingeborenensprache sprechen fast alle auch Spanisch. Mons. Leonardo Bernacchi OFM ist der Ordinarius der Diözese. Im Vikariat gibt es nur zwei Diözesanpriester. Die meisten der 22 Pfarreien sind den Franziskanern anvertraut. Eine Pfarrei wird von Jesuiten betreut. 13 Pfarreien haben ständig einen Priester zur Verfügung, 7 werden gelegentlich vom Nachbarpfarrer besucht und zwei werden von Schwestern betreut. Es arbeiten zehn Gemeinschaften von Ordensschwestern zusammen: Franziskanerklarissen vom Allerheiligsten Sakrament (sie widmen sich der Erziehung und der Katechese), Franziskanerinnen der hl. Elisabeth (Krankenpflege, Erziehung und Pastoral), Missionsfranziskanerinnen vom Kinde Jesu (Erziehung und Pastoral), Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis (Gesundheitswesen und Pastoralarbeit), Franziskanerinnen von der Menschwerdung Christi (Krankenpflege und Katechese), Dominikanerinnen von der Darstellung des Herrn (Krankenpflege und Pastoral). Das Vikariat liegt im Gebiet der Missionsprovinz vom hl. Antonius in Bolivien, mit der die toskanische Provinz ein Abkommen getroffen hat, um die Zusammenarbeit und die Entsendung von Helfern und Hilfsgütern zu regeln.
Gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts lösten sich die beiden Franziskanerprovinzen in Guatemala und Nikaragua auf, und zwar infolge des von fast allen liberalen Regierungen Lateinamerikas geförderten und tatsächlich erreichten Prozesses der Exklaustrierung. Im Jahre 1922 faßt der Orden mit der Ankunft von Missionaren aus der Provinz Murcia in Spanien wieder Fuß. Im Laufe der Zeit verstärkt sich diese Präsenz durch die Entstehung von neuen Kustodien, die von verschiedenen Provinzen aus errichtet werden: Provinz von der Unbefleckten Empfängnis von New York (1944), Provinz vom hl. Antonius von Padua in Venedig (1948), Seraphische Provinz von Assisi (1950), Provinz vom hl. Bernardin von Siena in den Abruzzen (1951) und Provinz von Irland (1968). Im Jahre 1965 beginnt mit einem Abkommen zwischen den fünf Kustodien und dem Generalminister, Fr. Agostino Sépinski, ein Einigungsprozeß, der am 8. Dezember 1974 zur Schaffung der Franziskanischen Föderation von Zentralamerika durch den Generalminister, Fr. Konstatin Koser, führt. Die Hauptziele waren dabei die Errichtung einer Vikarie oder Provinz und die gemeinsame Ausbildung der Brüder in Mittelamerika. Nach einem langen Prozeß und auf Anregung der Generalkurie wurde am 8. Dezember 1983 die Vikarie der Franziskaner Unserer Lieben Frau von Guadalupe von Mittelamerika und Panama errichtet. Zum ersten Vikar wurde Fr. Damiano Muratori bestimmt. In dieser Anfangsphase zeigte sich, wie dringend die Errichtung einer neuen Entität war: Zur Förderung der juristischen Strukturen des Ordens, für eine einheitliche und zeitgemäße Grundausbildung, zur Strukturierung der Animation der Vikarie und zu deren Anpassung an die Bedürfnisse und geografischen wie historischen Gegebenheiten in diesen 6 Ländern Mittel-amerikas. Am 6. Juni 1987 bestimmt der Generalminister, Fr. John Vaughn, per Dekret die Errichtung der Provinz Unserer Lieben Frau von Guadalupe, deren Provinzial der frühere Vikar, Fr. Damiano Muratori wird. Auf dem ersten Provinzkapitel im August 1990 wird Fr. José Ignacio Urbina zum Minister gewählt. Diese Zeit war bestimmt von der Bemühung um eine affektive und effektive Integration der Brüder, sei es im Hinblick auf die unterschiedlichen Strukturen als auch im Hinblick auf den zuvor beschrittenen Weg. Sichtbares Zeichen dieser Priorität war die Förderung und Durchführung eines Klärungsprozesses in der Provinz, der innerhalb von drei Jahren stattfand. Im Oktober 1996 wurde das Provinkapitel abgehalten; Fr. José Victor Aguilar wurde zum Minister gewählt. Vom 20. bis 25. April dieses Jahres ist die Mittelamerikanische Provinz in Guatemala Stadt Gastgeberin der Union der Lateinamerikanischen Provinzialen-Konferenzen (UCLAF).
Fr. Bernardin Schneider, Direktor des Studium Biblicum Franciscanum von Tokio, teilt uns mit, daß seine Übersetzung der beiden Bücher der Chronik mit den entsprechenden Anmerkungen gute Fortschritte gemacht hat. Es fehlen noch die drei Bücher des Propheten Jesaja, dann ist die gesamte Bibel ins Japanische übersetzt. Im Hinblick auf die Herausgabe des Gesamtwerkes sind einige Fachleute gerade mit der stilistischen und exegetischen Überarbeitung des Neuen Testamentes beschäftigt.
Fr. Mario Rafael Toro Puerta (52) wurde zum Provinzialminister der Provinz vom hl. Paulus (Kolumbien) gewählt.
Hier nun einige Wesensmerkmale der franziskanischen Art und Weise, Mission zu verstehen und zu leben:
Seit 1994 arbeiten die englische und die irische Provinz im Bereich der Anfangsausbildung zusammen. In jenem Jahr begann man mit einem gemeinsamen Programm für das Postulat (in Dublin, Irland) und für das Noviziat (in Chilworth, England). Auf dem Provinzkapitel 1996 beschloß die englische Provinz, die irische Provinz um die Aufnahme ihrer Studenten ins Studienkolleg St. Isidor in Rom zu bitten. So verbringen die Brüder in Ausbildung in den beiden Provinzen augenblicklich das Postulat, das Noviziat und das Juniorat zusammen.
Der Heilige Vater hat am 17.1.98 den Verzicht auf die pastorale Leitung des Apostolischen Vikariates von San José de Amazonas (Peru) angenommen, den Mons. Lorenzo Rodolfo Guibord Lévesque ofm eingereicht hat.
Im Rahmen der Revision der Büros zur Verbesserung des Dienstes hat das Generaldefinitorium in der Sitzung vom 10. Februar 1998, gemäß Art. 134, § 2 der Generalstatuten, Fr. Ruben Camps, aus der Provinz Valencia und seit 1993 Spanisch-Übersetzer für Fraternitas, zum Koordinator des Übersetzerbüros an der Generalkurie ernannt.
Die einzige franziskanische Niederlassung in Sri Lanka hat gerade ihr erstes Nachrichtenblatt herausgegeben. Es heißt "Sahodaratwaya", was so viel bedeutet wie "Fraternitas". Die neue Gemeinschaft wurde offiziell am 14. August 1997 errichtet. Vorher lebte dort nur ein philippinischer Bruder, der am 25. Mai 1995 eingereist war, um das Haus herzurichten. Die Gemeinschaft ist eine Gründung der Provinz vom hl. Petrus dem Täufer (Philippinen). Im Juli 1997 genehmigte das Generaldefinitorium die Eröffnung eines Ausbildungshauses. Derzeit leben dort 4 Feierlich-Professen, 3 Novizien und 2 Postulanten.
Il fatto delle Stimmate di San Francesco, (Das Ereignis der Stigmata des hl. Franziskus), Edizioni Porziuncola, Assisi 1997, 90 S.
Das Generaldefinitorium hat die Kommission für die Revision der Partikularstatuten benannt. Zu ihr gehören Fr. Andrea Boni (Präsident), Fr. Pierantonio Norcini und drei Professoren des PAA: Fr. Nikolaus Schöch, Fr. Victor Papez und Fr. Priamo Etzi.
Vom 11. bis 15. November sind die Generalvisitatoren der Provinzen, die 1999 ihr Kapitel abhalten, nach Rom eingeladen. Das Treffen ist vorgesehen nach den neuen "Statuten für die kanonische Visitation".
Franziskanermission in Mosambik
Beichtväter für das Heilige Jahr
Termine des Generalministers
6. April Rom, Konferenz der Franziskanischen Familie.
7. April Rom, Treffen der Generalminister des Ersten Ordens und des TOR.
13.- 15. April Madrid, Versammlung der Spanischen Provinzialenkonferenz.
15.- 19. April Lima (Peru)Treffen mit den Verantwortlichen der beiden Provinzen und der beiden Kustodien; Feier des 50. Jahrestages der Kustodie Piura.
19.- 30. April Guatemala, Teilnahme an der Versammlung der Union der Lateinamerikanischen Provinzialenkonferenzen (UCLAF) und brüderlicher Besuch in der Mittelamerikanischen Provinz.
30. April - 9. Mai Brüderlicher Besuch in der Kustodie der Karibik (Puerto Rico, Santo Domingo, Haiti und Kuba).
Große und kleine Neuigkeiten
* Vom 12. bis 18. Oktober 1998 findet in Warschau die Versammlung der Union der Minderbrüder Europas (UFME) statt. Ein ganzer Tag wird dabei der Begegnung mit dem Generalminister und dem gesamten Definitorium gewidmet sein. Auch die anglikanischen Franziskaner sind dazu eingeladen. Das Thema lautet: "Die Welt der jungen Brüder heute - welcher OFM für das Jahr 2000?"
* Die Minderbrüder der Marken (Italien) haben beschlossen, die Herausgabe der Zeitschrift Picenum Seraphicum, die seit nunmehr zehn Jahren unterbrochen ist, wieder aufzunehmen. Die Publikation mit dem künftigen Untertitel Zeitschrift für historische und franziskanische Studien verfolgt das Ziel, einen Beitrag zur historischen Bedeutung der franziskanischen Präsenz in der Region zu leisten.
* Der nächste Internationale Mariologisch-Marianische Kongreß findet zum Heiligen Jahr im Jahre 2.000 in Rom statt. Thematisch geht es dabei um die Beziehung zwischen Maria und den drei Personen Gottes.
* Anstelle von Fr. Nahun Villalobos hat das Generaldefinitorium Fr. Juan Apumayta Bautista von der Provinz von den Zwölf Aposteln (Peru) zum Mitglied des Exekutivkomitees des Internationalen Missionsrates der Franziskaner ernannt.
* Fr. David Flood, von der Provinz vom hl. Josef (Kanada) und bekannter Experte der mittelalterlichen Geschichte, hat sich der Gemeinschaft der Univerität St. Bonaventure in New York angeschlossen. Seit einigen Jahren arbeitet Fr. David mit an der kritischen Edition der Werke des Petrus Olivi.
* Fr. Robert Stewart, aus der Südafrikanischen Vize-Provinz, wurde erneut zum Präsidenten der Subsahara-Konferenz von Afrika und Madagaskar gewählt.
* Die Subsahara-Konferenz versammelte sich vom 19. bis 21. Januar in Nairobi, unter Beteiligung des Generaldefinitors, Fr. Peter Williams. Die Versammlung sprach über die großen Herausforderungen der Länder, in denen die Brüder präsent sind, wie etwa das Problem der Flüchtlinge, der Korruption, des Hungers, der AIDS-Erkrankung.
* 120 Jugendliche nahmen am Franziskanischen Marsch 1997 teil, der von der Franziskanischen Familie Ägyptens organisiert wurde. Drei Tage auf dem Berg Sinai und weitere fünf Tage der Mission in den Pfarreien der Diözese Sohag. Das Thema war: "Boten Christi in den Spuren des hl. Franziskus".
* Die Italienische Bischofskonferenz hat Fr. Gualberto Gismondi (Provinz Genua) zum Mitglied der Nationalgruppe des Kulturprojektes für das Jahr 2.000 ernannt. Der ihm anvertraute Bereich umfaßt die Beziehung zwischen der Naturwissenschaft und den anderen Wissensgebieten (Ethik und Theologie), die von ihm in vielen Publikationen behandelt wurde.
* Argentinien bereitet sich auf seinen ersten Nationalkongreß der Franziskanischen Familie vor, der vom 9. bis 12. Oktober 1998 in San Antonio de Arredondo, Cordoba, stattfindet.
Für immer im Herzen der Ruander
Ein kleines Assisi in den Bergen Thailands
Eine Erfahrung franziskanischer Ausbildung
Südafrika in Trauer
Erster kongolesischer Franziskaner gestorben
Apostolisches Vikariat Cuevo, Bolivien
Franziskanische Präsenz in Mittelamerika
Die Bibel auf Japanisch
Neuer Provinzial
Gedanken des Generalministers
Vor der Aussendung Franziskus hält eine Überprüfung der Kandidaten seitens ihrer Minister und Kustoden für erforderlich, eine Überprüfung, die natürlich voraussetzt, daß derjenige, der ausgesandt werden soll, die eigenen Intentionen einer eingehenden Kontrolle unterzieht: die Mission ist nicht ein persönliches Unternehmen, sondern eine empfangene Beauftragung. Franziskus verlangt von seinen Brüdern, die Ernsthaftigkeit ihrer Absicht, ihrer Demut und Armut zu überprüfen, und er schickt sie wehrlos und sanft "wie Lämmer mitten unter die Wölfe". Wer sich auf das Abenteuer einläßt, den "Entferntesten" entgegenzugehen, muß in seiner eigenen kenotischen Identität umso standfester sein, bereit, "sich aufzugeben und sich hinzugeben" für den Herrn, und zwar jeden Tag und an jedem Ort. Jesus selbst überträgt seinen Nachfolgern nicht eine Reihe konkreter Normen zur Regelung der Verhaltensweisen in der Mission: stattdessen verlangt er eine Grundhaltung der Armut und der Freiheit: "Nehmt nichts mit auf den Weg...".
In der Mission Die erste Verkündigung des Evangeliums ist stets die des brüderlichen Zeugnisses. Die Liebe, die die Seele des Evangeliums darstellt, wird bezeugt, noch ehe sie verkündigt wird. Und der bevorzugte Ort für dieses Zeugnis ist die Fähigkeit, mit denen zusammenzuleben, die sich zum selben Glauben und zur selben Hoffnung bekennen. Armut, Milde und Sanftmütigkeit sind die typischen Merkmale des Missionars nach dem Evangelium und nach Franziskus. Nachdem der Poverello am eigenen Leib, im eigenen Leben die Barmherzigkeit Gottes erfahren hat, vor allem in der Begegnung mit den Ausgestoßenen, in der Gemeinschaft mit dem Nächsten, verliert die Beziehung für ihn jede Form von Macht, von Habenwollen und Mehr-Scheinen-Wollen, um zum Dienst, zur Annahme, zur Nähe, zur Barmherzigkeit und zum Geschenk zu werden".
Aus der Ansprache des Ministers in Lis-sabon am 16.1.98, zum 100. Jahrestag der Ankunft der Franziskaner in Mosambik.
Zusammenarbeit zwischen England und Irland
Römische Kurie
Der Heilige Vater hat am 14.2.98 Fr. Alberto Campos Hernándes, ofm(46), von der Provinz Jalisco (Mexiko) und augenblicklich Missionar in Uganda, zum Apostolischen Vikar von San José de Amazonas (Peru) ernannt und ihm den bischöflichen Titularsitz von Vico di Augusto übergeben.
Umstrukturierung des Übersetzerbüros
Franziskaner in Sri Lanka
Franziskanische Neuerscheinung
Akten des Runden Tisches, der am 17. September 1996 in Assisi stattfand und bei dem die Professoren Enrico Menestò (Perugia/Spoleto), Stanislao da Campagnola (Perugia), Giovanni Miccoli (Triesti), Paolo Marianeschi (Terni/Perugia) und Elvio Lunghi (Perugia) referierten.
Revision der Partikularstatuten
Versammlung der Generalvisitatoren
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