|
| |
Nach Einsicht der Arbeit der Kommission für die Entwicklung von Grottaferrata, die vom Generalminister nominiert worden war, um die Ziele und eine mögliche Verstärkung des Kollegs S. Bonaventura zu studieren, hat das Generaldefinitorium folgende Entscheidungen getroffen:
1. Die verschiedenen Bereiche der Forschung und der dem Kolleg angeschlossenen Büros zu stärken.
2. Das Kolleg in drei Sektoren neu zu organisieren: Bereich der kritischen Herausgabe der franziskanischen Texte (Quaracchi), Historische Abteilung (Archivium Franciscanum Historicum, Bullarium Franciscanum, Sinica Franciscana) und Bereich der franziskanischen Lehre (Philosophie und Theologie).
3. Den Sitz der Sinica Franciscana nach Grottaferrata zu verlegen.
4. Mit der Ausarbeitung von neuen Statuten für das Kolleg zu beginnen. Zu diesem Zweck wurde eine Ad-hoc-Kommission ernannt.
5. Die Gebäude der ehemaligen
Landwirtschaft umzubauen, um ein Begegnungszentrum oder wenigstens
Räume für Veranstaltungen zu Fragen der Kultur, der Weiterbildung
und der Spiritualität einzurichten. Dazu sollen ein Gesamtplan
entworfen und entsprechende Finanzmittel erschlossen werden.
Der Besuch bot die Gelegenheit, die franziskanische
Präsenz in Istanbul, S. Maria Draperis, zu überdenken und konkret
zu bestimmen, und zwar als eine, die sich an den Prioritäten des
Ordens und an den Bedürfnissen des Dialogs orientiert, unter
besonderer Berücksichtigung der Orthodoxie und des
Islam.
Der Generalvikar, Fr. Stefan Ottenbreit, und die
Generaldefinitoren, Fr. José Rodríguez Carballo und Fr.
Gerardo Moore, trafen sich in Guatemala Stadt mit dem Provinzial der
Provinz von Mittelamerika, Fr. José Victor Aguilar, dem
Generaldelegat für die verschiedenen in Mittelamerika vertretenen
OFM-Entitäten, Fr. Eduardo Soriano, und den Provinziälen der
Provinzen, die dort Fundationen haben: Venedig, Murcia (Spanien), New York
(Unbefleckte Empfängnis). Die Versammlung fand vom 2. bis 5. Dezember
statt, und zwar mit dem Ziel, den vor einigen Jahren begonnenen
Prozeß der Integration, von den Werten und Prioritäten des
Ordens ausgehend, fortzusetzen und neue Schritte zum Aufbau der
brüderlichen Gemeinschaft in Mittelamerika zu beginnen. Außer
den Provinziälen nahmen die Definitoren der mittelamerikanischen Provinz und die Präsidenten der Fundationen mit ihrem Rat an dem Treffen teil.
Der Generalvikar und die Generaldefinitoren trafen sich auch mit jedem der
Präsidenten und mit dem Rat der Fundationen. Zu den letzten beiden
Tagen waren alle Brüder, auch die Brüder in Ausbildung, zu einem
Mattenkapitel eingeladen, so daß alle über die Leitlinien im
Hinblick auf einen allmählichen Prozeß der affektiven und
effektiven Integration informiert wurden. Eine gemischte Kommission
für die ständige Weiterbildung soll das Projekt zur
Durchführung bringen.
"Es ist ein Ereignis, das
gleichzeitig in Rom und in allen Partikularkirchen überall in der Welt
gefeiert wird so das päpstliche Dokument und es hat
sozusagen zwei Zentren: einerseits die Stadt, die die Göttliche
Vorsehung als Sitz des Nachfolgers des Petrus erwählt hat, und
andererseits das Heilige Land, in dem der Sohn Gottes als Mensch geboren
wurde, indem er Fleisch angenommen hat von einer Jungfrau namens Maria. Mit
derselben Würde und Bedeutung wird das Jubiläum daher,
außer in Rom, in dem Land gefeiert, das ganz zu Recht heilig
genannt wird, da es die Geburt und den Tod Jesu erlebt hat". Nachdem er
darauf verwiesen hatte, daß man im Heiligen Land den
Jubiläumsablaß erlangen kann, und zwar am Heiligen Grab in
Jerusalem und an den Stätten von Bethlehem und Nazareth, unterstrich
er noch einmal die Bedeutung der persönlichen Vorbereitung der
Brüder auf den Empfang der Pilger, wobei er einige Normen aufstellte,
"damit alles in größter Ordnung vonstatten geht und sich in der
Gelassenheit und Freude der Gnade des Jubiläums realisieren
läßt". Außerdem wurde festgelegt, man solle jeden Tag in
den Franziskaner-Kommunitäten der Kustodie für die Pilger beten
und die Leiter der Heiligtümer mögen keine besonderen Anmeldungen
für das Jahr 2000 entgegennehmen sowie die heimischen und
ausländischen Agenturen und Büros darauf hinweisen, sich an die
Zentraldirektion in Jerusalem zu wenden (Fax: +972.2.6286417) - eMail:
cic_cts@netmedia.net.il
Auf ihrer Versammlung am 23. Dezember des
vergangenen Jahres beschlossen die vier Generalminister, die Untersuchung
einer interfranziskanischen Kommission zu veröffentlichen, die im
Dezember 1997 von den Generalministern einberufen worden war. Das Ziel
dieser Untersuchung bestand darin, "die Identität des
Franziskanerordens zu klären, und zwar zum Augenblick seiner
Gründung, mit anderen Worten, in dem, was wir als den Willen oder die
Absicht des Franziskus betrachten können". Zur Mitarbeit waren in die
Kommission berufen worden: Fr. Andrea Boni und Fr. Nikolaus Schöch
für den OFM, Fr. Giovanni Iammarrone und Fr. Piotr Anzulewicz für
den OFMConv und Fr. Francisco Iglesias und Fr. Giampiero Ganbaro für
den OFMCap. Der Text, der im November 1998 den Ministern vorgelegt wurde,
wird derzeit in acht Sprachen übersetzt und soll dann an die Provinzen
und Konferenzen verteilt werden.
Vom 7.-9. Januar traf sich in Rom erstmalig die
OFM-Kommission für den ökumenischen Dialog. Mit diesem Treffen
begannen die Aktivitäten der Kommission. Nach einer eingehenden
Behandlung der vom Generaldefinitorium approbierten Leitlinien und einem
Treffen mit dem Päpstlichen Rat für die Förderung der
Einheit der Christen suchte man nach Wegen, die einzelnen Brüder in
ihren Konventen und Provinzen zu erreichen. Zunächst soll jedes
Mitglied der Kommission Kontakt mit den Konferenzen aufnehmen, entweder auf
dem Wege der Korrispondenz oder durch das persönliche Gespräch.
Um die Voraussetzungen für eine konkrete Aktion zu schaffen, wird ein
Formular verschickt, auf dem die Konferenzen einige wichtige Angaben zur
Lage der Ökumene in ihrer Region machen sollen. Dem Definitorium legte
man neun konkrete Vorschläge zwecks Approbation vor. Diese betreffen
Projekte zur Einrichtung von Strukturen in den einzelnen Entitäten des
Ordens, ähnlich wie beim Dienst für den Dialog, die Information
über die Ökumene und die ökumenische Ausbildung, die
Zusammenarbeit mit dem Generalminister, dem Generaldefinitorium und den
Konferenzen, die interfranziskanische Zusammenarbeit im Bereich des Dialogs
und andere Initiativen mehr spezifischer
Art.
Vom 21. bis 23.
Januar 1999 fand in der Generalkurie der Minderbrüder in Rom das
"Erste Treffen des Generaldefinitoriums mit den nach dem Generalkapitel
gewählten Provinzialministern" statt. An diesem vom Definitorium zur
Verwirklichung der "Animationsarbeit" in der universalen Bruderschaft
gewünschten Treffen nahmen 31 Provinzialminister aus der ganzen Welt
teil. In seiner Einführung sprach Fr. Giacomo über die Bedeutung
der Autorität der Minister und darüber, wie diese ausgeübt
werden soll. Es handelt sich um eine "Gabe", um einen "Dienst", den es in
"Mitverantwortung" und im Hinblick auf die Gemeinschaft auszuüben
gilt, in einer "mütterlichen" Haltung und im Bewußtsein,
daß der Minister "der Hüter des Zieles ist, derjenige, der allen
andeutet, wohin sie gehen sollen". Das Treffen behandelte auch das Thema
des menschlich-affektiven Reifeprozesses des Minderbruders. Dazu wurden Fr.
Massimo Reschiglian, Fachmann für Spiritualität und Psychologie
an der Päpstlichen Universität Gregoriana, und die Psychologin,
Frau Dr. Luciana Netti, eingeladen. Am letzten Tag berichteten einige
Provinziäle über ihre Erfahrungen mit der Animation: Fr. Wolfgang
Heiß erzählte in sehr engagierter Weise von der
brüderlichen Begleitung in der Provinz Innsbruck, Fr. Scaria Varanath
aus Indien schlug einige Perspektiven für die spirituelle Animation
vor und Fr. Mario Rafael Toro Puerta aus der ProvinzPopayan (Kolumbien)
schließlich sprach von der Inkulturation als einer Form des Dialogs
der Provinz mit der Welt. Zum Abschluß forderte der Generalminister
die Provinziäle auf, "das Zelt unserer Bruderschaft zu öffnen und
weiter zu machen", indem man Formen des Mitteilens bei der Ausübung
der Verantwortung wählt und das Engagement der Zusammenarbeit zwischen
den Provinzen, vor allem im Bereich der Anfangsausbildung und der
ständigen Weiterbildung, verstärkt.
September
1997 hatte das Provinzkapitel der Provinz von der Unbefleckten
Empfängnis in Brasilien folgende Prioritäten für das
Triennium festgelegt: 1. Gebet und
Betrachtung 2. Evangelisches Leben und franziskanisches
Charisma 3. Dialog 4. Hauskapitel 5. Planung der
Pastoralarbeit in der Fraternität. Nach Erhalt des Dokumentes Die
Prioritäten des Ordens im Februar 1998 lenkte der
Provinzialminister, nachdem er jedem Bruder den Text ausgehändigt
hatte, das Interesse der Brüder mithilfe von 4 aufeinanderfolgenden
Briefen auf die Prioritäten des Ordens und forderte alle auf, das
eigene Verhalten und die Arbeit auf der Grundlage der Prioritäten zu
überprüfen. Ende März 1998 wurde ein Großteil der
Versammlung der Guardiäne den Prioritäten gewidmet. Es war Wunsch
des Provinzdefinitoriums, eine brüderlich-kontemplative Erfahrung im
Provinz-Eremitorium "Seliger Ägidius" zu machen, um dort eine Woche
des Gebetes und der Reflexion über die Prioritäten zu verbringen.
Auf diesem Treffen ist den Definitoren die Notwendigkeit eines neuen
Projektes eines brüderlichen Lebens in der Provinz bewußt
geworden, auf der Grundlage der Prioritäten, darum gaben sie dem
Moderator für die ständige Weiterbildung den Auftrag, diesen Plan
zu entwerfen. Das Jahr 1999 soll der Verwirklichung des neues Projektes
des brüderlichen Lebens dienen, unter Mitbeteiligung der
Provinzleitung, der regionalen Koordinatoren, der Guardiäne und aller
Brüder. In einem Brief an die Brüder (Dezember 1998) unterstrich
der Provinzial, Fr. Caetano Ferrari, daß "das Bemühen um eine
Qualität des Lebens ein geplantes Engagement erfordert", und rief alle
Brüder zu Treffen zusammen, die vom Moderator für ständige
Weiterbildung organisiert wurden. Inzwischen haben die Fraternitäten
einen Fragebogen beantwortet zum Thema, wie heute die Prioritäten
gelebt werden und wie sie gelebt werden sollten. Ende Januar 1999 besprach
das Definitorium die Antworten und bereitete konkrete Vorschläge
für die Treffen zur ständigen Weiterbildung vor. Aus dem neuen
Projekt für das brüderliche Leben soll das Provinzprojekt
für die Evangelisierung auf dem Provinzkapitel des Jahres 2000
erwachsen.
1. Eine evangelisch friedliche und friedenstiftende
Präsenz und ein ebensolches Zeugnis zu leben, besonders in den
Ländern, in denen sie im Kontakt mit anderen christlichen und
religiösen Gemeinschaften leben, indem sie den Respekt, den Dialog,
die Freundschaft und die ökumenische Zusammenarbeit fördern, vor
allem beim Lehren, beim Predigen, in der Katechese und beim Gebrauch der
Kommunikationsmittel.
2. Die Gläubigen zu erleuchten,
damit sie die Lehre und die Traditionen der eigenen Kirche und auch der
anderen Kirchen kennenlernen und daran denken, daß jede Spaltung
Frucht der Sünde ist.
3. Jede schriftliche oder
mündliche Ausdrucksweise und jedes Verhalten zu vermeiden, das die
anderen Menschen verletzen und die Wahrheit der Fakten sowie die Lauterkeit
der Absichten entstellen
könnte".
Guinea-Bissau wurde
1974 unabhängig. Paul VI. errichtete im Mai 1977 die erste
Diözese im Land und Fr. Settimio wurde am 17. Juni zum ersten Bischof
geweiht. Er war ein einfacher Mann, der den Dialog mit allen schätzte,
ein unermüdlicher Baumeister des Friedens, ein Freund aller, ein
bewunderungswürdiger "barmherziger Samariter" angesichts der vielen
Leiden des ihm anvertrauten Volkes. Nachdem der Generalminister die
Nachricht vom Tod erhalten hatte, schrieb er einen Brief an die
venezianische Provinz und an die Brüder, die in Guinea-Bissau
arbeiten. Darin heißt es unter anderem: Der Herr hat uns in ihm
ein großes Geschenk bereitet, er hat uns einen Minderbruder mit dem
Herzen des Franziskus geschenkt, der immer darauf bedacht war, die Zeichen
der Gegenwart des Heiligen Geistes aufzunehmen, und dazu bereit, das Leben
zum Wohle der Brüder hinzugeben.
Besuch beim Patriarchen von
Konstantinopel
Mittelamerika: Auf dem Weg zur
Integration
Der Generalminister informiert
über seine Termine
Große und
kleine Neuigkeiten
Sommerkurs Deutsch
Franziskaner von der Versöhnung: 100. Jahrestag der Gründung
Generalkurie
Heiliges Land: Das Jubiläum in der
Kustodie
Die Identität des
Franziskanerordens
Neues römisch-seraphisches
Rituale
Kommission für den Ökumenischen Dialog Beginn der
Aktivitäten
Generalkurie: Erstes Treffen der
Provinzialminister mit dem Generaldefinitorium
Franziskanische
Bibliographie
Die
Prioritäten im Orden
(... Provinz von
der Unbefleckten Empfängnis in Brasilien)
Ökumenischer Dialog Freundschaft
verpflichtet
Südafrika: Franziskanisches
Institut
Peru: Auf der Suche nach
Gemeinsamkeit
Guinea
Bissau
Mons.
Ferrazzetta OFM verstorben
![]()
![]()
by John Abela ofm
for Communications Office - Rome
HTML 3.0 compatible Java enabled browser
Best viewed with Netscape at 640x480x67Hz
Please fill in our Guestbook Form - Thank you