• Updated: Sun, May 16, 1999 - eMail pax@ofm.org

  • AUFRUF DER FRANZISKANISCHEN FAMILIE
    ZU EINER WELTWEITEN AGENDA
    FÜR FRIEDEN UND GERECHTIGKEIT
    IM 21. JAHRHUNDERT

    Frieden allen, die diese Botschaft lesen!

    Der Frieden ist ein Geschenk Gottes. Frieden wird Wirklichkeit, wenn er auf der Achtung jeglicher Unterschiede von Rasse, Religion und Nationalität basiert und wo die Mißachtung Andersdenkender nicht toleriert wird.

    Im Blick auf die Geschichte seit 3.500 v.Chr. wurden bei über 14.500 Kriegen nahezu vier Milliarden Menschen getötet - zwei Drittel der heutigen Weltbevölkerung (The New Internationalist, No. 311, April 1999).

    Seit 1945 sind bei bewaffneten Konflikten 90% Zivilisten ums Leben gekommen, verglichen mit 50% während des 2. Weltkrieges und 10% während des 1. Weltkrieges (ibd.).

    Mehr als 300.000 Kinder sind bei aktuellen bewaffneten Konflikten Soldaten (Internet: The Hague Peace Appeal).

    Die Gewalt gegen Menschenrechte ist einer der Gründe für kriegerische Auseinandersetzungen. Diese Gewaltakte beinhalten die Verweigerung des notwendigen Lebensunterhaltes, sozialer und kultureller Rechte sowie politischer und bürgerlicher Rechte.

    Seit dem Ende des Kalten Krieges haben Bürgerinitiativen Hilfskampagnen zur Vernichtung von Atomwaffen initiiert, zum Verbot für Landminen, zur Verminderung von Waffenschmuggel, zur Schuldentilgung armer Länder, zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Kinder und zur Bildung eines Internationalen Gerichtshofs gegen Kriminalität und vieles andere mehr. Diese Kampagnen haben Solidarität und Einheit wachsen lassen und geben Hoffnung.

    Angeregt von der Spiritualität der heiligen Franz und Klara von Assisi möchten wir:

    • in unserer gegenwärtigen Welt neoliberaler Globalisierung die Werte des Evangeliums wie Frieden, Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit, Versöhnung, Teilen und Solidarität zu leben;

    • mit anderen zusammenzuarbeiten, um Mechanismen zu entwickeln, die Konflikte mit Hilfe von Resolutionen verhindern; um neue Methoden voranzubringen, die Auseinandersetzungen und Konflikte schlichten; um Massenvernichtungswaffen völlig aus der Welt zu schaffen, den Waffenhandel einzuschränken, die Militärausgaben zu reduzieren zugunsten humaner Sicherheiten und Programme zum Schutz der Umwelt; um das Gesetz des Stärkeren gegen die Kraft des Gesetzes auszutauschen;

    • erneut in einer aufrichtigen Haltung des Friedens zu verkünden, daß alle Rechte für alle Menschen gelten.

    „Angesichts der unaufhörlichen Auswirkungen von Krieg und zahlloser traurig stimmender Vernichtungen von Leben drängt uns Christus, der Überwinder von Sünde und Tod, nicht zu verzagen. Freiden ist möglich, Frieden ist eine Verpflichtung, Frieden ist die erste Verantwortung eines jeden Menschen." (Johannes Paul II.)

    Mit allen friedliebenden Menschen rufen wir laut:
    Nie mehr Krieg! Nie mehr Vernichtung von Leben!
    Frieden durch Gerechtigkeit sowie eine Kultur des Friedens im 21. Jahrhundert!

    Die Franziskanische Familie beim Haager Friedensappell, Mai 1999

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    Created / Updated Sunday, May 16, 1999 at 23:33:06
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