Capitulum Generale
Ordinis Fratrum Minorum
Portiunculae (S. Mariae Angelorum)
24.V.2003 - 21.VI.2003

email: comgen@ofm.org - Tel: +39-075-8043530 Fax: +39-075-8051283

   
 
06.06.2003


Grußwort des Generalministers


Meine lieben Brüder Kapitulare,

diese kurzen, einfachen und doch herzlichen Worte wollen vor allem ein Gruß an euch alle sein, meine Brüder Kapitulare, und – in euch und durch euch – an alle Brüder des Ordens, der über die ganze Erde verstreut ist: Der Herr gebe euch Frieden!“

Zum Zweiten wollen diese Worte meine Dankbarkeit gegenüber Gott ausdrücken, dass er mich ins Leben gerufen hat, dass er mich dazu erwählt und gerufen hat, zur franziskanischen Familie zu gehören, und dass er mich beschützt und an der Hand geführt hat in den 32 Jahren meines franziskanischen Ordenslebens.

Damit danke ich euch allen und einem jeden von euch für das Vertrauen, das ihr auf mich gesetzt habt, indem ihr mich zu eurem Minister und Diener gewählt habt. Danke ebenfalls für die Zeichen der Zuneigung, die ich vor, während und nach der Wahl erhalten habe. Danke von Herzen! Eure Nähe habe ich gebraucht und brauche sie weiterhin, und ich bin, in Einfachheit und Brüderlichkeit, dankbar dafür.

Von meiner Seite aus möchte ich in diesem Moment lediglich meinen festen Willen bekräftigen, euch allen zu dienen, euch allen nahe zu sein, alle Brüder der Bruderschaft zu lieben und, soweit als möglich, zu nähren, wie eine Mutter ihren Sohn liebt und nährt. Es ist ebenso meine feste Absicht, in Gemeinschaft und enger Kooperation mit den Brüdern zusammenzuarbeiten, die das Kapitel dazu bestimmt, die Generalleitung zu bilden. Schließlich bin ich fest von der Notwendigkeit überzeugt, den Orden weiterhin kontinuierlich zu animieren. So wurde es in der ersten Woche des Kapitels gefordert, wie es auch in den letzten sechs Jahren gesagt wurde, damit wir in kreativer Treue“ unser evangelisches Leben führen können, gemäß der forma vitae“, die der heilige Franziskus uns gegeben hat und die wir mit unserer Profess angenommen haben.

Ich bin mir meiner Grenzen bewusst. Deshalb bitte ich euch von diesem Moment an in großer Demut, euch die Füße küssend“, aber auch mit großem Vertrauen, dass ihr mir mit eurem Verständnis und eurer brüderlichen Zusammenarbeit helft. Brüder: Zählt auf mich, wie ich auf euch zähle!

Lasst uns weitergehen mit diesem Geist der Brüderlichkeit, offen für den Geist, damit wir uns gestatten, von Ihm geführt zu werden, so dass wir – in Treue zu Christus und zu unserer franziskanischen Berufung/Sendung – ebenso treu dem Menschen von heute folgen, der sich so viel von uns erhofft, und besonders den Ärmsten und Bedürftigsten.

Friede und Heil, Brüder!


                   

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